FN gepruefter Betrieb
Mitglied im PSH

Kai Lahann (Trainer C - Westernreiten)

(geb. 1964)

Mit 7 hatte ich meine ersten Reitstunden, für ca. ein Jahr, aber erst mit 13 ergab sich wirklich regelmäßiger Umgang mit Pferden - natürlich ganz konventionell in einer Reitschule im klassischen Stil. Zunächst als „einfacher Reitschüler", später als „Mädchen für alles" mit Boxen reparieren, Ställe ausmisten und manchmal auch Gästen oder neuen Einstellern zu Pferd die Wege durch's Gelände zeigen.

Eines Tages zogen neue Pensionpferde mit ihren Reitern ein – Westernpferde und -reiter. Und auch diese wollten das Gelände kennenlernen, also „musste" das „Mädchen für alles" mit ins Gelände ...
... und während ich die Mitreiter noch wegen ihrer Westernsättel beneidete, sagte plötzlich einer von ihnen zu mir „Möchtest Du mal auf einem Westernsattel sitzen? Ich würde gerne mal einen Englisch-Sattel probieren ..." - damit begann ein neues „Reiterleben", das aber leider durch meine Berufausbildung und andere Widrigkeiten zunächst unterbrochen wurde.

Nach mehreren Jahren fand ich zufällig auf der Peppy´s Tino Ranch in Holvede die Connection zum Westernreiten wieder. Schnell entschied ich mich für den damals fünf Jahre alten Mischlingswallach Cheyenne. Die Umzüge der Peppy´s Tino Ranch nach Beckdorf und später nach Bliedersdorf machten Cheyenne und ich glücklicherweise jedes mal mit - in Beckdorf lernten wir beide Silke kennen :-)

Anfang der neunziger Jahre begann meine zweite Karriere/Entwicklung im Westernreitsport:
Übersetzen bei Kursen englischsprachiger Trainer: zunächst bei Kursen in Hollenstedt mit Bob Grimshaw, Canada.

1996 zogen wir auf unseren neuen Hof, auf dem zunächst viel Arbeit (Baustelle) auf uns wartete.
Versuche, Silke und befreundete Reiter(innen), die inzwischen ihre Pferde bei uns eingestellt hatten, in der Nachbarschaft "zum Unterricht zu schicken", brachten leider keine sichtbaren Erfolge hervor. Aus diesem Grunde bot ich an, auf unserem Hof den "Trainer"-Posten zu übernehmen. Da ich keine Turnierambitionen hatte, schockte mich der "Offen"-Status ja nicht ...
Aus Zeitgründen musste Silke häufiger den Unterricht übernehmen und wir beschlossen auch ihren Status wieder auf "Offen" zu ändern, da ja ein Amateur kein Geld mit Ausbildung verdienen durfte ...

Inzwischen hat sich für Silke daraus regelmäßiger Reitunterricht für einige Erwachsene und noch mehr Kinder und Jugendliche entwickelt.

Das „Gemisch" aus Theorie und Praxis, mit dem ich mich heute beschäftige, habe ich unter anderem Debbie Jones, Suzanne N. Jones, Anna Riggs-Eader, Helga Hommel, Katrin Dreyer-Süchting und „Dr.Joe" sowie Bob Grimshaw und last but not least Martina Sell zu verdanken. Natürlich gibt noch viele weitere Personen, die mir mit Ideen, Beispielen und Gesprächen viel geholfen haben, aber hier ein paar Informationen zu den o.g.:

Weil Silke unbedingt einmal Unterricht bei Debbie Jones, einer der Instruktorinnen bei den DQHA-Horsemanshipcamps nehmen wollte
- Helga Hommel schimpfte seit 1999 mit uns, dass wir keine Zeit hatten, zu den Camps zu kommen - 
und ich einfach mal wieder in einer schönen Reithalle reiten wollte, ergaben sich für mich durch einen ersten Zufall:

  • 2001 : Besondere(!) Reit(verständnis!)stunden mit Debbie Jones
               ich wollte nur Spass haben - Debbie vermittelte mir, wie die "Fliege" zu sein -
               als Debbie sagte, ihr würde es reichen, wollte ich weiter machen,
               denn: jetzt machte es wirklich Spass
  • 2002 : Teilname am DQHA-Horsemanshipcamp in Borken.
               Das Instruktorenteam aus New Mexico unter der Leitung von Dr. Joe.B.Armstrong
               vermittelt viel mehr als nur das Reiten ... Horsemanship halt.
  • 2003 und 2004 : Mitarbeit als Übersetzer, „Assistent Instructor" und in der
               Organisation bei den DQHA-Horsemanship-Camps in Borken und Wenden.
  • 2005 : Betreuung des Horsemanshipcamps in Klöden im Namen der DQHA, Mitarbeit in Wenden.
  • 2006 : Kurs und Prüfung "Trainer C - Westernreiten" bei Martina Sell
  • 2007 : HMSC in Borken und EWU-/FN-Lehrgänge
  • 2008 : "4-H Suzanne Norton Jones Horseschool" in Albuquerque (ein echtes Erlebnis!),
               HMSC in Borken und EWU-/FN-Lehrgänge

Eine sehr wichtige Erfahrung in all diesen Jahren war:
Man kann sehr viel durch ZUSEHEN und ZUHÖREN lernen - sehr viel mehr, als durch Lesen. Solche Theorie ersetzt nie die Praxis, verhilft dieser aber zu einem super Fundament...

Viele, gerade auch jugendliche Reiter, erinnern mich immer wieder daran, dass das wichtigste am Reiten DER SPASS MIT DEM PFERD ist.

Ein ganz neues Feld in der Westernreiterei mit sehr viel Spass tat sich für mich auf, als Silke mir einen „Versatility Ranch Horse"-Kurs schenkte:
Reiten – Rinder – Ropen – und endlich mal kein „Glitzer-Blinker" bei den Reitern.
Der Kurs mit Wayne Meason endete mit einem tollen gemeinsamen Wochenend-Ausritt mit viel Spaß und Gemeinsamkeit – ach nein, das war ja ein „Turnier" ;-)
Danach folgten sowohl weitere Teilnahmen an Kursen mit Wayne in Wenden und Zeven als auch an Versatility-Ranch-Horse-Competitions in Wenden.
BTW: Inzwischen habe ich auch Silke mit dem Versatility-Virus infiziert :-)

Rinder- bzw. Ranch-Arbeit bereitet mir viel Spass. Wir haben bereits einige entsprechende Kurse ausgerichtet. Wichtig ist uns dabei, dass

  • es Pferden und Rindern "gut" geht und die Pferde lernen, dass die Rinder noch mehr Angst haben,
  • Reiter und Pferd Spass haben, die Reiter lernen, wie mit Rindern gearbeitet wird, damit sie ihr Pferd entsprechend leiten können,
  • die Zuschauer sich nicht langweilen,

kurz : dass alle einen tollen Tag haben ...