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Ranch-Work-Wochenende mit Kai Lahann in Kleve bei Itzehoe

Ach, war das schön.Dieser Ausspruch trifft wohl am besten zu auf das letzte Wochenende.
Nachdem wir ein sehr schönes Kurswochenende in einem sehr netten Grüppchen erlebt hatten, waren Martina und ich so hin und weg, dass wir beide sofort gesagt haben – wir schreiben einen Bericht.

Kurse sind sicherlich alle verschieden, aber gerade dieser Kurs ist ein schönes Beispiel, wie toll verschiedenste Menschen aus den verschiedenen Leistungsstufen einfach eine tolle Zeit auf einem Kurs haben können, und dabei nicht nur viel lernen, sondern an sich davon viel mitnehmen können. Und wie unterschiedlich die Leistungsstufen sein können und doch so passend in dem, was man gemeinsam lernt, sollen Euch nun unsere Berichte zeigen.

Deshalb nun im Teil 1 die Sicht von Martina Sell, Trainerin-A Westernreiten, die mit ihrer 13-jährigen, bereits über Jahre erfolgreichen Stute „Fancy“ teilgenommen hat
und im Teil 2 die Sicht von mir selbst, Kirsten Krüger, gerade mal Ewu-Lk-4 mit meinem Jungspund, meiner Stute „Snikkers“, die am 1.Mai 4 Jahre alt wird und die ich gerade erst seit letztem Jahr Okt/Nov. habe.

Teil 1 – Bericht von Martina Sell

Ach, war das ein tolles Wochenende, endlich mal nicht selbst Kursleiter, sondern einfach nur Teilnehmer zu sein!!!

Entstanden war das Ganze wie folgt: Kai bot ja schon öfters Kurse zum Thema Ranch-Work-Competition und Rinderarbeit an und weil ich aus Erfahrung weiß, dass es nicht nur viel Spaß macht, sondern auch für die Pferde eine bereichernde Abwechslung ist, wollte ich soooo gerne mal teilnehmen. Aaaber: immer lagen seine Termine so, dass ich zeitgleich selbst gerade irgendeinen Lehrgang am Laufen hatte. In 2006 jedoch nahm Kai bei mir am Lehrgang mit Prüfung zum „Trainer-C-Westernreiten“ teil (und bestand selbstverständlich). Im letzten Jahr nach einer Prüfung sprach ich ihn scherzhaft an: “Also Kai, ich buche jetzt die Prüfungskommission für meine nächsten Lehrgänge und DANACH darfst Du Deine Termine planen.“

Also kam endlich ein Termin zustande (15./16. März 2008), zu dem ich mit einem Tross von vier „Sell-Pferden“ anreiste. Anette Daniels wollte meinen „Okie“ reiten, Annette Domschky meine „Summer“, Sylvia Heinsen hatte ihren „Geronimo“ mit und ich wollte mein Glück auf „Fancy“ versuchen. Nur „Fancy hatte bereits Rinder-Erfahrung und so meinte ich, dass die anderen Mädels sich schön rumärgern können und ich Spaß habe ;-).

Auf der Reitanlage des Klever Reitvereins trafen wir auf drei weitere kuh-le Reiter: Henning Ramm mit Dusty, Maja auf ihrem Pferd das ebenfalls „Dusty“ gerufen wird und Kiki Krüger mit ihrer erst 4-jährigen QH-Stute, die sie erst seit kurzem besitzt.

Weil ich vor einiger Zeit an einem ähnlichen Kurs bei Wayne Maeson teilgenommen hatte, erwartete ich Spaß, Wiederholung, aber nicht wirklich was Neues. Es sei vorweg gesagt: Kai hat nicht nur mich mit erstaunlichem Fachwissen und reichlichen eigenen Erfahrungen überrascht, sondern hatte so viele tolle Übungen und Erklärungen parat, wie ich gar nicht für möglich gehalten hätte. Endlich verstand ich, wie man sich mit dem Rope (Lasso) nicht nur die Frisur ruiniert und das Pferd erschreckt, sondern tatsächlich zielsicher treffen kann. Auch das Gewöhnen unserer Pferde und das Draggen (mit dem Rope etwas hinter dem Pferd herziehen) wurde von Kai so sinnvoll und sicher gestaltet, dass jeder den Aufgabenstellungen gewachsen war. Von Sylvia haben wir gelernt, dass man mit einem 30 kg-Baumstamm am Rope nicht seitwärts reiten sollte, weil es einen sonst unweigerlich aus dem Sattel holt…hihi…

Viel Spaß hat auch wieder „Follow the leader“ gemacht. Ich hatte ja gedacht, dass ich im Galopp vor Henning so schnell unterwegs bin, dass er sich kaum im Sattel halten könnte. Abends auf dem Video konnte ich dann sehen, dass sein Pferd meistens nur trabte und kaum in den Galopp kam, weil „Fancy“ im Galopp zwar ausgesprochen wendig, aber nicht besonders schnell war… Warte nur, nächstes Mal!!!

Als wir am Schluss des ersten Tages den Rollback ritten, damit die Reiter vor der tatsächlichen Arbeit mit den Rindern schon mal ein Gefühl für Tempo bekamen, wurde der „Okie“ unter Anette so schnell, dass ich schon Bedenken für den nächsten Tag bekam.

Aber erstmal war gemeinsames, abendliches Croque-Essen angesagt, Besichtigung von Kai´s und Silke´s eigener Stall- und Reitanlage und bald danach ging´s ins Bett, weil der nächste Tag noch anstrengender werden würde.

Am nächsten Morgen ab 9 Uhr zeigten Silke und Kai uns mit ihren erfahrenen Pferden die erste Arbeit mit den acht kleinen Rindviehchern. Weil sie heute zum ersten mal seit langem aus ihrem Stall herauskamen (die Rindviehcher, nicht Silke und Kai) fühlten die Teilnehmer sich besser, als sie beobachten konnten, dass die Tierchen mit den großen dunklen Augen tatsächlich wegliefen und nicht sofort zum Angriff übergingen. Man weiß ja nie…

Ich will hier nicht alle Einzelheiten von Kai´s Kursprogramm verraten, aber soviel sei gesagt: Ich wusste gar nicht, was man mit Kühen so alles spielen kann und wie gesittet sogar schwierige Aufgaben bewältigt werden können, wenn man weiß, was man zu tun hat. Dank Kais gründlicher Erläuterungen über das Verhalten von Kuh und Pferd hatte jeder große Erfolgserlebnisse. Alle Pferde bekamen schnell Spaß an der Sache und wurden immer „Leichtgängiger“. „Summer“ unter Annette bekam einen ungewohnten Glanz in die Augen und sah plötzlich viel energischer aus (hat doch nicht umsonst „Dry Doc im Papier!). Auch Kikis Pferdchen, obwohl so jung, hielt immer mit und war super kuh-l. Henning hatte so viel Spaß an der Sache, nicht zuletzt wegen des ausgesprochen kooperativen und braven „Dusty“, dass man es in seinem Kopf schon rattern sah, wie er auf seiner Reitanlage die Möglichkeit zur Rinderarbeit einrichten könnte. Interessant war auch die Wandlung von Majas „Dusty“: Er traute sich als einziger zunächst nicht so recht an diese Mutanten (oder Muh-Tanten?) heran. Als aber eine versehentlich vor ihn sprang und er quasi aus Reflex vor sprang, war der Schalter umgelegt und er wusste endlich, dass die kleinen Tiere zu seiner Unterhaltung hier waren, und nicht um ihn zu ängstigen. Und Kais Vorankündigung, dass man Haflinger auch „Mampflinger“ oder „Kampflinger“ nennen könnte, weil sie ohne Hemmschwelle auf die gefleckten Tiere zugehen, bewies sich als richtig: Während wir anderen oft ziemlich dicht an das süße Fleckvieh heran mussten, um es in Gang zu bringen, brauchten Sylvia und „Geronimo“ nur in die Richtung zu gehen, um sie aufzuwühlen. Er hat eine ähnlich – sagen wir- entschlossene Ausstrahlung, wie der „Cheyenne“ von Kai. Der Herr Kursleiter musste die beiden einige Male etwas Abbremsen, wenn die Begeisterung zu hohe Wellen schlug… Überrascht war ich auch von meinem „Okie“, dem wilden Kerl. Seine enorme Beweglichkeit und Spurtstärke machten Anette viel Spaß und zu keiner Zeit wurde er ungestüm.

Fazit: Kai war ein super Kursleiter und unsere Erwartungen wurden übertroffen. Danke schön! Rinderarbeit macht so viel Spaß, dass die meisten, die so was erlebt haben, danach dem „Rinderwahnsinn“ verfallen und so was sicher nicht zum letzten Mal gemacht haben.

Eure Martina

Teil 2 – Bericht von Kirsten Krüger

Und noch ein Ach – war das ein tolles Wochenende! Nachdem ich im letzten Jahr schon unbedingt diesen Kurs mitmachen wollte, zu dem Zeitpunkt aber noch kein eigenes Pferd besaß, im Juli außerdem noch in Usa war und dort ein wenig Rinderfeeling bekommen hatte, stand fest – jetzt hält mich nichts mehr davon ab!
Die einzigen Bedenken, die ich hatte, waren die, dass meine Stute „Snikkers“ (Spitzname, der richtige Name ist „Talena Diamond“) gerade mal 4 im Mai wird  und ich sie nicht überfordern bzw. zu heiß laufen lassen wollte, da ich schon Kurse bzw. Training gesehen habe,  wo, sobald das Rinderfieber eingesetzt hatte, wilde Sau, äh nein, vielmehr Kuh gespielt wurde. Aber Kai überzeugte mich in seiner eloquent-chamanten Art ;-) dass ich doch zum Kurs kommen solle, da ich das ja im letzten Jahr nicht geschafft hatte.

Nun denn, Samstag morgen um 6.30 packte ich die letzten Sachen, packte mein Pony auf den Anhänger und zog los gen Kleve, so dass wir kurz nach 9 ankamen. Zum Glück hatte Kai uns vorher noch ausgiebig über den groben Ablauf und die Zeiteinteilung informiert, dass der Kursstart zwar um 9 ist, dies aber in diesem Fall nicht hieß, dass wir um 9 auf dem fertig gesattelten Pferd sitzen sollten, ebenso wie bei Martina hätte das sonst eine kurze Nacht bedeutet.

Ich konnte jetzt also endlich mal wieder mein Rope rausholen und wir fingen erstmal am Boden und ohne Pferde an. Nach den üblichen anfänglichen Schwierigkeiten und der Gewöhnung an diese „widerspenstigen Dinger“ bei denjenigen, die so etwas noch nicht in der Hand gehabt hatten, bekamen dann doch alle eine Idee davon, wie man „diese Teile“ denn wirft und wo auch ich tatsächlich dann ein wenig zur Seite stehen konnte, wie man dieses Loop denn bloß rund hält, wo die Honda hingehört und wie man es denn über die Pylonen kriegt – und das, ohne sich die Frisur zu ruinieren, wenn man denn das Loop denn schön über sich schwingt ;-)

Dann hieß es auf einmal – ab auf die Pferde. Nachdem ich Snikkers vom Paddock gezogen hatte, wo sie sich dank Nässe wie ein Wiener Schnitzel selbst paniert hatte, kamen wir dann irgendwann einigermaßen gestriegelt (in meinem Fall/bei Snikkers hatte ich das ab einem gewissen Punkt aufgegeben, während Martina es geschafft hatte, ihre Pferde auf Hochglanz zu polieren, denn man kann ja mehr als die Sattellage putzen ;-) in die Halle und Kai zeigte den Pferden erstmal die Ropes, zuerst vorsichtig, dann schwingenderweise, damit die Pferde sich an das sirrende Geräusch gewöhnen konnten. Während Okie noch anfangs und sehr skeptisch ein paar Schritte rückwärts tat, waren andere zwar auch leicht skeptisch, konnten aber durch Kais ruhige Art schnell überzeugt werden, dass es sich um nichts Pferdeverschlingendes handelte. Ok, die Begeisterung von Sylvias Haflinger war auch noch nicht ganz ausgeprägt, ein Rope kann man schließlich nicht fressen. Meine blieb sehr cool und ließ sich gleich überall damit betüddeln. Als wir dann selbständig unsere Runden drehten, versuchte ich „verzweifelt“, meine mal aus der Reserve zu locken, ich  wickelte es ihr um die Ohren, ließ es ihr ein wenig auf den Kopf fallen, schwang es sirrend über uns, haute es gegen die Bande, blieb sogar einmal an der Bande hängen, trat ein paar Schritte rückwärts um es wieder auszuhaken – aber Snickers ließ alles sehr cool über sich ergehen.

Dann kam der Part mit dem Draggen – also einen Baumstamm von ca. 50kg an einem Rope hinter sich herziehen (ich meine es waren 50, auch wenn Martina eher auf 30kg getippt hat).  Auch hier zeigte sich, wie gut man von Kai an so was herangeführt werden konnte. Eine Rechtskurve ließ sich gut machen und wie Kai es vorausgesehen hatte – sobald die Pferde merkten, dass sie da wirklich was taten, zogen sie auch fleissiger an. Als es dann daran ging, eine Zirkelacht zu draggen, zeigten sich ein paar etwas irritiert, da beim Übergang in die Linkskurve das Rope direkt an die Beine kam und über die Kruppe ging. Meine hatte das wohl schon in einem vorherigen Leben gemacht und zuckte mit keiner Wimper, selbst dann nicht, als das Rope nicht nur ans Cantle, sondern auch unter meinen Hintern rutschte und ich gut Gewicht in den Steigbügel bringen musste, um uns gerade zu halten (wovon ich mich dann auch auf dem Video überzeugen konnte, was während des Kurses auch noch gefilmt wurde) Einige Pferde waren irritiert, aber das währte nicht lange, da sie dann durch Kais Hilfe überzeigt wurden.
Es folgte die Mittagspause in dem nahen Gasthof. Nach dem Essen erschien der Baumstamm komischerweise viel schwerer als vor dem Essen…

Den weiteren Nachmittag verbrachten wir mit allerlei Dingen, die ich zwar gerne weiter ausführen würde – das würde aber allen anderen, die diesen Kurs noch besuchen wollen, die Überraschung nehmen. Aber das bereits zitierte „Follow the leader“, welches Kai von Wayne Meason übernommen hatte, kann ich auch nur empfehlen, da es unheimlich Spaß macht – und für das erste Begeisterungsfieber bei den Teilnehmern sorgte. Martina stand neben mir, sagte nur „Na los, Dich wollte ich schon immer mal verfolgen“ und schon ging es los, ich war der Leader und schlug fleissig meine Haken in allen Gangarten und Tempi, während Martina mich verfolgte. Man könnte fast ein regelmäßiges Follow-the-leader-Treffen machen, ich wäre sofort dabei.
Als letztes wurden noch ein paar Rollbacks als Vorübung geübt.
Was mir an diesem Tag auch schon auffiel bzw. was Kai am Anfang gesagt hatte – es ist ein Kurs, kein Unterricht. D.h. es würde nicht jedem etwas erzählen, was der/diejenige sozusagen nicht hören wollte. Aber trotzdem schaffte Kai es, jedem behilflich zu sein, und sei es auch nur bei den „normalen“ Problemchen, ohne sich aufzudrängen. Und seien es nur kleine Dinge – wie z.B. Atmen (die, wie ich finde und oft genug festgestellt habe, sehr sehr wichtig sind).

Die Hoppas wurden alle versorgt, Snikkers kam auf den Anhänger und bezog dann eine Box bei Kai & Silke und sozusagen mitten zwischen dem hellen und dem dunklen Dusty.
Es wurden gemeinsam noch schnell ein paar Croques „organisiert“ und gemeinsam das Video des Tages angeschaut. Es ist schon klasse, mal gefilmt zu werden, endlich sieht man das eine oder andere mal selbst – oder halt leider ;-) Da ich mich recht spontan zum Bleiben entschlossen hatte, bezog ich nach einer geselligen Runde dann mein Quartier.

Für den Morgen hatten wir uns relativ spontan um halb 8 für das Frühstück verabredet, Henning hatte allerbeste Brötchen organisiert und wir konnten uns gemeinsam stärken, bevor das Signal zum Aufbruch kam.
Kai und Silke harrten in der Halle der rindigen Viecher und wir konnten diese erstmal beobachten (auch die kleine Harry-Potter-Kuh), bevor wir uns selbst ins Schlachtgetümmel werfen musste.
Nachdem wir mit den Pferden in der Bahn waren, schauten alle neugierig-interessiert und Kai und Silke nahmen jeweils einen von uns in die Mitte und trieben erstmal die Herde um die Halle herum. Als wir endlich dran war, traf das zu, was auch Kai hier schon vorhergesagt hatte – wenn sie erstmal raushaben, dass diese Viecher weichen, wollen sie hinterher - Snikki war ziemlich interessiert und wollte ab dem 2-3 Schritt schon hinterher.  Als eine Kuh einen Satz zur Seite machte, machte sie ebenso einen Satz, ging aber gleich von sich aus wieder hinterher. Sobald wir wieder in der Reihe mit den anderen standen und jemand anders dran war, schaute sie doch neugierig und wollte immer mal in Richtung Kühe.

Es folgten diverse Übungen, die wir uns nicht hätten träumen lassen. Wer hätte gedacht, dass man so schnell so  weit kommt? Es gab da vor allem eine Übung, bei der ziemlich prompt der Ausspruch fiel (ich weiß leider nicht mehr von wem) – das geht doch gar nicht! Oh, doch es ging! Egal ob allein oder im Team, jeder kam schließlich auf seine Kosten. Henning hatte sowieso seinen Spaß mit (dem dunklen) Dusty, während er glänzende Augen bekam, sah wohl jeder die kleinen Zahnräder in seinem Kopf rotieren, was er wohl noch alles zuhause mit den dortigen Angus anstellen könne. Der helle Dusty hatte nun langsam auch den Dreh raus, dass das alles gar nicht so doof war – sondern richtig Spaß machen konnte. Geronimo, der Kampflinger (eigentlich fiel mir erst nur der Begriff Mampflinger ein, aber bei dem Kampfgeist und der Präsenz war schnell der Spitzname Kampflinger geboren – und sehr gebräuchlich) machte seinem Namen alle Ehre, er konnte uns deutlich zeigen, wie viel reine Präsenz bei den Rindern ausmachen kann. Die Summer-Annett, die am Anfang des Kurses noch scheinbar skeptisch war, hatte anscheinend ihre Skepsis komplett verworfen, dachte nicht mehr über Skepsis nach und wollte zusammen mit Summer nur noch hinter den Kühen her. Okie war komischerweise trotz der Aufregung um die Kühe, mehr die Ruhe selbst geworden, er hatte nun anscheinend begriffen, um was es geht und ebenso seinen Spaß gefunden. Ebenso die Okie-Annett, die nun auch wusste, warum man in Rinderfieber geraten konnte und welche ebenfalls dieses gewisse Leuchten in den Augen bekommen hatte. Auch wenn Martina am Anfang angekündigt hatte, dass Fancy sehr schreckhaft war, am Schluss war davon nichts mehr zu merken.

Zum Schluss konnten wir dann noch mal richtig loslegen – Team Penning auf Zeit. Martina, Henning und ich bildeten ein Team und es gab schon fast so etwas wie eine feste Rollenverteilung – Henning ging vor in die Herde, ich direkt hinter ihm, er sortierte, ich trennte, Martina hielt den Rest zurück, Henning trieb die dreisten Drei dann vorwärts und ich hielt sie in Schach, sobald wir am Pferch waren, konnte Martina mit Fancy vorspurten und die Flanke sichern – was uns einen ersten Zeitrekord einbrachte.
Der hielt zumindest solange, bis Kai sich zwei Mitstreiterinnen suchte und mit kurzen knappen Befehlen die Kühe zielstrebig in den Pferch brachte – was mit einem neuen Zeitrekord von 31 Sekunden belohnt wurde.
Kai zeigte dann noch ein wenig Roping und wie man sich korrekt positioniert, als dann die Ansage kam – dass es schon 17.00 Uhr sei und die Kühe abgeholt werden sollten – schauten wohl alle erstaunt auf die Uhr. Die Zeit war nur so verflogen und jeder – oder ich zumindest – hätte noch stundenlang weiterspielen können…

Abschliessend konnten wir im Casino den Kurs noch einmal Revue passieren lassen bei Kuchen mit Vanillesauce, man merkte doch, dass man etwas K.O. war, die Pferde wurden versorgt und schließlich verladen und jeder machte sich auf den Heimweg.

Während ich auf dem Weg nach Hause war, hatte ich ein breites Grinsen auf dem Gesicht – Snikkers hat sich mehr als wacker geschlagen und wir hatten ein tolles Wochenende mit einem tollen Trüppchen erlebt – und wir würden beim nächsten Mal bestimmt wieder dabei sein, wenn die Rinder wieder losgelassen werden würden.
Ach, war das ein tolles Wochenende.

Kiki